Was macht ein Bild glaubwürdig?
In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbibliothek im Rahmen der Ausstellung «Swiss Press Photo 26»

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbibliothek im Rahmen der Ausstellung «Swiss Press Photo 26»

Ein Bild kann dein Leben
verändern auch wenn
es nie existiert hat.


Bilder wirken unmittelbar. Wir sehen eine Szene und haben schnell das Gefühl, bereits zu verstehen, was passiert. Doch ein Bild zeigt immer nur einen Ausschnitt.
Auch eine Pressefotografie erhält ihren dokumentarischen Wert nicht allein dadurch, dass sie mit einer Kamera aufgenommen wurde. Entscheidend ist auch, ob sich ihre Echtheit überprüfen lässt:
Wer hat das Bild aufgenommen?
Wann und wo ist es entstanden?
In welchem Zusammenhang wurde es veröffentlicht?
Gibt es eine Bildlegende und weitere Quellen?
Wurde es bearbeitet?
Lässt sich das Ereignis unabhängig bestätigen?
Ohne diesen Kontext kann selbst ein echtes Foto falsch eingeordnet, umgedeutet oder für eine erfundene Geschichte verwendet werden.

Menschen erkennen KI-Bilder nur begrenzt zuverlässig
In einem Experiment mit mehr als 12’500 Personen und rund 287’000 Bildbewertungen wurden echte und KI-generierte Bilder im Durchschnitt nur in 62 Prozent der Fälle korrekt unterschieden. Besonders schwer fiel die Beurteilung von Natur- und Stadtaufnahmen.

Swiss Press Photo zeigt dokumentierte Zeitgeschichte
Die Ausstellung «Swiss Press Photo 26» präsentiert vom 16. Juli bis 9. Oktober 2026 in der Schweizerischen Nationalbibliothek die besten Schweizer Pressefotografien des Jahres 2025. Die Fotografien werden nicht nur gezeigt, sondern mit Urheber:innen, Bildlegenden und journalistischen Zusammenhängen verbunden. Dadurch können sie eingeordnet, überprüft und später als Zeugnisse ihrer Zeit gelesen werden.

Freier Zugang zu Wissen ist nicht selbstverständlich
Die American Library Association dokumentierte 2025 in den USA 4’235 unterschiedliche Buchtitel, deren Entfernung oder eingeschränkter Zugang gefordert wurde. 92 Prozent der Beanstandungen gingen von organisierten Interessengruppen, Behördenvertreter:innen oder politischen Entscheidungsträger:innen aus. Unter Druck geraten dabei nicht nur einzelne Bücher, sondern auch Bibliotheken als Orte, an denen unterschiedliche Geschichten, Perspektiven und Quellen zugänglich bleiben.

Realistische KI-Bilder können falsche Behauptungen glaubwürdiger machenArchivbilder aus dem Aargau sind historisch belegbar
Eine Studie zur Wirkung KI-generierter Bilder zeigte, dass Menschen anfälliger für Falschinformationen sind, wenn realistisch wirkende synthetische Bilder die dazugehörige Behauptung scheinbar stark belegen.

Bibliotheken bewahren mehr als Bücher
Die Schweizerische Nationalbibliothek sammelt seit ihrer Gründung 1895 nicht nur Publikationen, sondern auch Bilddokumente aus und über die Schweiz. Ihre Kataloge und digitalen Archive ermöglichen es, Quellen, ältere Veröffentlichungen und ursprüngliche Zusammenhänge zurückzuverfolgen. Ein Feed zeigt uns, was gerade Aufmerksamkeit erhält. Eine Bibliothek hilft uns nachzuvollziehen, woher etwas kommt.