Beziehung oder Beeinflussung?
Vertrauen. Aber wem? Bilder, Stimmen und Nachrichten können Nähe schaffen.
Doch was, wenn das Gegenüber nicht die Person ist, für die es sich ausgibt?

Vertrauen. Aber wem? Bilder, Stimmen und Nachrichten können Nähe schaffen.
Doch was, wenn das Gegenüber nicht die Person ist, für die es sich ausgibt?

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Stell dir vor: Jemand schreibt dir online. Ihr mögt dieselbe Musik. Spielt dasselbe Game. Die Person hört zu, macht Komplimente und schickt Bilder oder Sprachnachrichten. Alles wirkt glaubwürdig.
Woran erkennst du, wer wirklich dahintersteckt?
Ein Gesicht muss heute keiner realen Person mehr gehören.
Bilder, Texte, Stimmen und Videos können künstlich erzeugt oder verändert werden.
Eine digitale Identität kann glaubwürdig wirken, obwohl sie erfunden ist.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur: Ist diese Person echt?
Sondern auch: Mit wem kannst du sprechen, wenn sich etwas nicht mehr richtig anfühlt?

Ein echter Moment zwischen einem Kind und einer Bezugsperson. Fotografiert von Medina Kurtović.
Wir erkennen ihre Gesichter nicht. Trotzdem spüren wir Nähe, Geborgenheit und Vertrauen. Die Beziehung ist nicht inszeniert. Sie entsteht über Zeit und gibt Sicherheit.
Auch dieses Bild vermittelt Nähe.Ein vermeintlicher Teenager hält einen Teddybären im Arm. Er wirkt sensibel, fürsorglich und vertraut. Doch die Person existiert nicht. Sie wurde mit KI von Basil Stücheli erzeugt und könnte Teil einer erfundenen Online-Identität sein.
Beide Bilder zeigen Nähe. Aber nur eines hält eine echte Beziehung fest.
Diese Muster sind menschlich und nachvollziehbar. Wichtig ist, dass man sich mit ihnen auseinandersetzt und Kontrolle als Ergänzung versteht und nicht als Ersatz für die Beziehung zum Kind.

Kinderschutz Schweiz berät Eltern kostenlos und vertraulich: 058 433 33 99 (Mo–Do) oder info@kinderschutz.ch. Auf clickandstop.ch finden Eltern, Bezugspersonen und Betroffene Informationen zu digitaler, sexualisierter Gewalt: 058 433 33 50 (Mo-Fr) sowie via Chat.
Für Kinder und Jugendliche selbst: 147 (Pro Juventute), rund um die Uhr erreichbar.

28% der befragten Kinder und Jugendlichen geben an, dass ihre Eltern nie mit ihnen über das sprechen, was sie im Internet machen.
(Quelle: EU_Kids_Online_Schweiz_2025_deutsch)

Minecraft und Call of Duty gehörten zu den Spielen, über die Kinder am häufigsten angeschrieben wurden. Cybergroomer:innen nutzen gezielt Online-Games und Social-Media-Kanäle, die bei Kindern beliebt sind, um Kontakt aufzubauen.
(Quelle: Landesanstalt für Medien NRW, 2022.)

Rund 85 Prozent der Betroffenen von Cyber-Sexualdelikten sind unter 20 Jahre alt. 2025 betrafen 4,7 Prozent aller polizeilich registrierten Straftaten mit digitaler Komponente Cyber-Sexualdelikte wie Cybergrooming, Sextortion oder verbotene Pornografie.
(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2024, zitiert nach Kinderschutz Schweiz.)
"Was, wenn der beste Schutz kein Filter ist, sondern ein offenes Ohr?"
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Wir danken Kinderschutz Schweiz für die fachliche Begleitung dieses Bildpaars.